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Wie werde ich Industriekletterer in Berlin?

Industriekletterer in Berlin

Das Freiluftbüro über den Dächern der Stadt

Sascha Koch haben wir zum Interview gebeten. Erhalten Sie im Folgenden einen faszinierenden Einblick in die Welt eines Industriekletterers. Dieser außergewöhnliche Beruf erfordert nicht nur beeindruckende körperliche Fähigkeiten, sondern auch ein hohes Maß an Fachkenntnis und Risikobewusstsein. Industriekletterer sind Experten darin, in schwindelerregenden Höhen zu arbeiten, um Wartungs- und Reparaturarbeiten an schwer zugänglichen Orten durchzuführen. Ihre Fähigkeiten sind in vielen Branchen unverzichtbar: Von der Bauindustrie bis zur Energieerzeugung und natürlich bei uns im Bereich Richtfunk. Lassen Sie uns gemeinsam in die Welt dieser wahren Höhenkönner eintauchen und erfahren, was ihren Beruf so einzigartig und unersetzlich macht.

LCE: Wie heißt du und wie lange bist du schon bei LAN-COM-East?

 

Sascha: Ich heiße Sascha Koch und bin seit dem 01.04.2016 bei LAN-COM-East.

 

LCE: Welche Ausbildung hast du?

 

Sascha: Ich bin Elektroinstallateur und Fachkraft für Arbeitssicherheit (Zertifiziert von der VBG). Des Weiteren habe ich eine Zusatzqualifikation als Seilzugangs- und Positionierungstechniker Level 3. Das bedeutet ich bin aufsichtsführender Höhenarbeiter, zertifiziert nach FISAT/FSR.

 

LCE: Seit wann arbeitest du als Industriekletterer?

 

Sascha: Ich habe im März 2009 begonnen als Industriekletterer zu arbeiten und bin seitdem aktiv dabei.

 

LCE: Welche Aspekte deines Arbeitsalltags machen diesen Beruf für dich besonders reizvoll?

 

Sascha: Das Besondere beim Industrieklettern ist, dass man nicht nur im Büro sitzt, sondern sich aktiv bewegt. Manchmal kann es auch körperlich sehr anstrengend werden, was mir sehr gefällt. Das Highlight bei meiner Arbeit aber ist, dass ich fast immer mit einem besonderen Ausblick von oben belohnt werde. Häufig klettern wir auf Häuser oder Türme, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Das ist immer etwas Besonderes. Eins ist auf jeden Fall sicher: Mir wird nicht langweilig.

 

LCE: Welche Schlüsselqualifikationen siehst du als entscheidend an für einen erfolgreichen Industriekletterer?

 

Sascha: Ein gesunder Respekt vor der Höhe ist in jedem Fall erstrebenswert, denn in der Höhe können kleine Fehler manchmal fatale Folgen haben. Angst vor der Höhe sollte man aber auch nicht haben. Wir sind gut geschult und gemeinsam mit einem erfahrenen Team ist man auch in kritischen Situationen sehr sicher unterwegs.

 

LCE: Kannst du eine konkrete Erfahrung oder Herausforderung teilen, die dir in deiner Karriere als Industriekletterer besonders im Gedächtnis geblieben ist?

 

Sascha: Eine der Herausforderungen die mir sehr in Erinnerung geblieben ist, war die Montage einer 6,5 Tonnen schweren Stahlbühne mit Mobilfunkmasten, die in Einzelteilen auf ein circa 80 m hohes Silo-Dach gebracht werden musste. Der Einsatz eines Krans war wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich und so blieb uns für den Materialtransport nur der Aufbau einer Seilbahn. Diese Stahlkonstruktion wurde über einer Lücke (80m tief) zwischen zwei Silo-Dächern montiert. Für die Kabelverlegung mussten wir uns in dieser sogenannten Lücke abseilen. Ich war damals noch sehr jung und hatte vor Ort die Verantwortung für den Gesamtablauf. Eine echt schwierige Mission und als alles überstanden war, fiel mir echt ein Stein vom Herzen.

 

LCE: Welche Ausbildungen oder Zertifikate haben dir geholfen, dich in diesem Berufsfeld weiterzuentwickeln

Sascha: Die handwerkliche Grundausbildung als Elektroinstallateur war essenziell bei mir. Wir klettern ja nicht des Kletterns wegen, sondern haben ja meist einen Auftrag zu erfüllen.

 

LCE: Gibt es spezielle Techniken oder Ausrüstung, die du besonders wichtig findest?

 

Sascha: Es wird immer mit einer Redundanz gearbeitet, dass bedeutet, falls eins der Systeme (Trag -und Sicherungssystem) versagt, hat man noch immer ein Backup. Das beruhigt und schützt alle Beteiligten.

 

LCE: Wie wichtig ist Teamarbeit in deinem Arbeitsumfeld? Welche Rolle spielt die Kommunikation in deinem Team?

 

Sascha: Da wir als Industriekletterer (SZP-Anwender) immer mindestens zu zweit unterwegs sind, ist es klar ein Job für „Teamplayer“. Für Alleingänger ist in der Höhe wenig Platz. Man muss sich auf seinen Partner blind verlassen können. Gute Kommunikation und Planung im Vorfeld helfen enorm bei unserer täglichen Arbeit.

 

LCE: Welchen Rat würdest du jemandem geben, der Interesse hat, Industriekletterer zu werden?

 

Sascha: Mein Geheimtipp, Knotenkunde via YouTube und wenn das klappt 😉, „Nicht so viel grübeln, sondern machen“!

 

LCE: Was ist für dich das Besondere an der Arbeit als Industriekletterer? Hast du zusätzliche Anmerkungen oder Tipps, die du gerne teilen möchtest?

 

Sascha: Das Besondere ist, man kommt an Orte, an die man als Otto Normalverbraucher nicht kommen würde. Wer kommt schon in die Kanzel einer Windkraftanlage, auf die Dächer von hohen Gebäuden oder Masten und Türmen. Oft ist es auch eine Herausforderung, die benötigten Materialien an den Montageort zu bekommen, weil die Zugänge zu manchen Montageorten sehr beengt sind oder wir uns eine Seilbahn aufbauen müssen, um den Materialtransport zu bewerkstelligen. Der Einsatz von Kränen oder Hubarbeitsbühnen ist oft sehr kostspielig und aufwendig oder wegen den Gegebenheiten vor Ort gar nicht möglich. Unter andern sollte man bedenken, dass das Industrieklettern ein Zugangsverfahren ist und erst wenn man am Montageort angekommen ist, beginnt die eigentliche Arbeit als „Handwerker/Techniker“, dies wird oftmals unterschätzt.

 

LCE: Wir bedanken uns für den tollen Einblick und wünschen dir hoch oben noch viele tolle Erlebnisse.

 

Normaler "Büroalltag" für unseren Sascha

Wir kommen an Orte, da kommst du als Otto Normalverbraucher einfach nicht hin ...

Hauptsitz der Firma LAN-COM-East in Hoppegarten bei Berlin.

ÜBER LAN-COM-East

LAN-COM-East ist Synonym für ein klassisches Familienunternehmen, das sich auf die Planung, Realisierung und den Betrieb von sicheren, privaten Netzen über Richtfunk konzentriert. 

Mit 20 Mitarbeitern am Standort Hoppegarten in der Nähe Berlins bietet das Unternehmen zuverlässige Lösungen aus einer Hand – inklusive Reparatur und Wartung. Dabei bieten wir unseren Kunden stets komplette Pakete mit RichtfunkplanungNetzplanungRouterplanung, Streckenklärung, Installation und Wartung aus einer Hand.

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