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Roboterarm, der in einer Logistikhalle im privaten 5G Campusnetz sich um Pakete kümmert.

WLAN vs. private 5G-Campusnetze

Werden private 5G-Netze die WLAN-Netze ersetzen?

Wer 5G hört, denkt zunächst einmal an eine schnelle Verbindung für sein Smartphone. Das sich das Ganze auch als eigenes, privates und lokales Mobilfunknetz betreiben lässt, wissen aber nur die wenigsten. Private 5G-Netze, häufig auch als 5G-Campusnetze bezeichnet, schaffen lokale, begrenzte Mobilfunknetze, die exklusiv einem Unternehmen oder einer Organisation zur Verfügung stehen.

 

Wir vergleichen in unseren Gesprächen private 5G-Netze immer mit einer sehr schnellen eigenen Werksstraße, in der das Unternehmen selbst die Verkehrsregeln bestimmt und vorgeben kann, welche Anwendungen Vorfahrt haben. Öffentliche 5G-Netze sind im Vergleich dazu wie eine Autobahn, die sich viele Verkehrsteilnehmer teilen müssen und bei der die Regeln durch einen Dritten vorgegeben sind. Für die meisten klingt private 5G im ersten Moment dann immer noch sehr nach WLAN oder zumindest einer neuen Version davon und viele fragen uns dann, warum sie sich ein privates 5G-Netz zulegen sollten.

 

An dieser Stelle möchten wir direkt vorweg nehmen, dass WLAN und private 5G in ihrer Anwendung eigentlich keine Alternativen zueinander sind. Private 5G-Netze sind keine Weiterentwicklung der WLAN-Technologie, denn vielmehr entscheidet der Einsatzzweck, welche Netzwerktechnik zum Einsatz kommen sollte.  

5G-Campusnetze? Ein Begriff der Verwirrung stiftet.

5G-Campusnetz, Private 5G, privates oder lokales 5G-Netz, für ähnliche Konzepte oder eigentlich die gleiche Technologie sind leider unterschiedliche Bezeichnungen im Umlauf, die aber alle dasselbe meinen. International spricht man vor allem von „Private 5G“, in Deutschland hat sich zusätzlich noch der doch sehr ungünstige Terminus “private 5G-Campusnetze“ etabliert.

 

Fast alle, die zuerst davon hören, assoziieren ein Universitätsgelände mit dem Begriff und reduzieren dann unterbewusst den Einsatzzweck auf eben dieses. Tatsächlich findet aber private 5G primär in Fabriken, Krankenhäusern oder Logistikzentren Anwendung und ist insbesondere dort vermehrt im Einsatz, wo der Automatisierungsgrad sowie die Anforderungen an die Technik vergleichsweise hoch sind. 

WLAN funktioniert und wird auch bleiben

Wie bereits oben angekündigt, gibt es für klassische Büro-IT-Anwendungen, wie Laptops, Smartphones, Drucker etc. wenig Grund, das WLAN als Netzwerkinfrastruktur in Frage zu stellen. Interessant wird das Thema 5G erst dort, wo die Anforderungen an die Netzwerktechnik komplexer werden, beispielsweise dort wo viele Geräte gleichzeitig in Echtzeit gesteuert werden müssen und die Bandbreite sowie Latenzzeiten unternehmens- oder gar lebenswichtig sein können. 

Was unterscheidet private 5G nun also von WLAN?

Der Hauptunterschied der beiden Techniken liegt zum einen in den Frequenzen: So arbeitet WLAN typischerweise in Frequenzbereichen, die auch von anderen Funkanwendungen genutzt werden können, während für private 5G-Netze in Deutschland, Behörden lokale Frequenzen zuteilen. Diese Frequenzen sind exklusiv und ermöglichen ein hohes Maß an Kontrolle über die eigene Funkumgebung, was potentielle Störquellen von Beginn an eliminiert. 

Zum anderen ist 5G besonders stark im Handling von vielen Endgeräten und dem Zugang zum Netzwerk. So kann mit einem 5G-Netz nur verbunden werden, wer über eine entsprechende Sim-Karte verfügt, was einerseits die Sicherheit erhöht und andererseits den Nutzerkreis für kritische Anwender frei hält. Private 5G Campusnetze sind dafür ausgelegt, große Flächen abzudecken und durchdringen dabei deutlich effizienter Industrieanlagen und Außenbereiche. 

Das macht 5G aber nicht automatisch zu einem besseren WLAN, sondern schlicht interessanter für ein anderes Anforderungsprofil.

Wo und für wen ist private 5G also interessant? 

Die Einsatzmöglichkeiten für private 5G sind sehr umfassend und reichen von Industrie und Produktion mit Robotik über vernetzte Maschinen und fahrerlosen Transportsystemen über Gesundheitswesen und Behörden bis hin zu kritischen Infrastrukturen.

Gerade dort, wo sich viele Geräte bewegen, die Kommunikation Bestandteil betrieblicher Prozesse ist oder eine hohe Unabhängigkeit von öffentlichen Netzen gefragt ist, spielt private 5G seine Stärken aus. Auch für mobile Lösungen, die beispielsweise bei Katastrophen oder Einsatzszenarien temporär ein eigenes Kommunikationsnetz benötigen, ist private 5G ideal geeignet. Entscheidend für eine erfolgreiche Vernetzung ist, dass Campusnetze nicht isoliert betrachet werden, denn Maschinen, Fahrzeuge und Sensoren können lokal perfekt miteinander verbunden sein, aber sobald Daten oder Leitstellen außerhalb des abgedeckten Bereiches liegen, braucht auch das beste 5G-Netz eine leistungsfähige Anbindung nach außen. Diese kann dann über Glasfaser, Richtfunk oder bewusst über mehrere technologisch unabhängige Übertragungswege erfolgen. 


Für uns von LAN-COM-East beginnt und endet die Planung deshalb nicht beim 5G-Campusnetz, sondern umfasst den gesamten Kommunikationsweg vom Endgerät über das lokale Netz und den Backhaul bis zum Rechenzentrum oder nächsten Standort.

Was jetzt also? WLAN ODER 5G?

Die eindeutige Antwort ist in den meisten Fällen: Beides! Gerne helfen wir Ihnen bei Ihrem konkreten Fall, die richtige Entscheidung zu treffen.

Hauptsitz der Firma LAN-COM-East in Hoppegarten bei Berlin.

ÜBER LAN-COM-East

LAN-COM-East ist Synonym für ein klassisches Familienunternehmen, das sich auf die Planung, Realisierung und den Betrieb von sicheren, privaten Netzen über Richtfunk konzentriert. 

Mit 20 Mitarbeitern am Standort Hoppegarten in der Nähe Berlins bietet das Unternehmen zuverlässige Lösungen aus einer Hand – inklusive Reparatur und Wartung. Dabei bieten wir unseren Kunden stets komplette Pakete mit RichtfunkplanungNetzplanungRouterplanung, Streckenklärung, Installation und Wartung aus einer Hand.

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