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Echte Resilienz bei Cyberangriffen dank Richtfunk

Cyberangriff auf Berliner Verwaltung

Wer bei Redundanz nur an eine zweite Leitung denkt, denkt zu kurz.

Teile der Berliner Verwaltung sind endlich wieder online. Zeit also, um kritisch über die Zeit zu sprechen, als bei den betroffenen Berliner Behörden nichts mehr ging.

 

Was wir Stand heute wissen:
Am 14. August 2026 wurde ein Cyberangriff auf Teile der Berliner Verwaltung entdeckt. Die betroffenen Senatsverwaltungen Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt wurden daraufhin vom Berliner Landesnetz isoliert, um eine weitere Ausbreitung des Angriffes zu verhindern.

Die Maßnahme hatte enorme Auswirkungen auf das Tagesgeschäft der Verwaltung und bedeutete erhebliche Einschränkungen für viele Einwohner dieser Stadt. So konnten unter anderem Wohnberechtigungsscheine zeitweise nicht erteilt werden, Bauanträge nicht bearbeitet und Wohngeldverfahren für mehr als 50.000 Haushalte nur eingeschränkt abgewickelt werden. Erst nach 9 Tagen und umfangreichen Sicherheitsprüfungen konnten die betroffenen Verwaltungen am 23. August 2026 wieder an das Landesnetz angeschlossen werden.

Eine Ewigkeit im Informationszeitalter und ein Armutszeugnis für die IT-Infrastruktur der Stadt. Einziger Hoffnungsschimmer, nach ersten Erkenntnissen wurden keine sensiblen Daten entwendet. Die Ermittlungen zu den Hintergründen sowie den Verantwortlichen dauern aktuell allerdings noch an.

Der Vorfall zeigt jedoch jetzt schon ungeschönt auf, wie verwundbar derzeitige Vernetzungskonzepte in Deutschland sind und wirft zwangsläufig die Frage auf, was eigentlich noch funktioniert, wenn wir systemkritische IT aus Sicherheitsgründen vom Netz und öffentlichen Internet nehmen müssen.

IT-Systeme vor Angriffen zu schützen, reicht für echte Resilienz nicht aus

Firewalls, Backups, Netzwerksegmentierung, Monitoring und aktuelle Sicherheitskonzepte sind heutzutage unverzichtbar. Sie sollen Cyberangriffe verhindern, erkennen und deren Ausbreitung begrenzen. 

Echte Cyberresilienz beginnt nach unserer Überzeugung aber erst dort, wo wir uns mit den Maßnahmen nach einem erfolgreichen Angriff beschäftigen. Diesen Plan B scheint es beim Berliner Landesnetz so nicht gegeben zu haben.

Nach Angaben des ITDZ Berlin verbindet das Landesnetz mit über 1.000 Kilometer Glasfaserkabeln rund 600 Standorte aus Verwaltung, öffentlichen Institutionen und Wissenschaft. Viele dieser Standorte verfügen laut ITDZ zusätzlich über redundante Anbindungen, die bei Ausfall der Hauptverbindung die Datenkommunikation gewährleisten sollen. Dies hat beim aktuellen Fall aber nicht dazu geführt, dass die betroffenen Behörden weiterhin handlungsfähig geblieben wären. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass von offizieller Stelle endlich verstanden wird, dass Redundanz nicht gleich Resilienz bedeutet. Mutmaßlich technisch identische Verbindungswege mit gemeinsamen Ausfallrisiken erhöhen die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur im Ernstfall eben nicht.

Wir appellieren daher an die verantwortlichen Stellen, in der Diskussion endlich einen Schritt weiterzugehen. Wer kritische Kommunikation absichert, muss nicht nur die Redundanz erhöhen, sondern auch alternative Kommunikationstechnik in seine Sicherheitskonzepte integrieren. Richtfunk kann eine solche technologische Diversität schaffen, die nicht nur als Redundanz verstanden werden muss, sondern als Alternative, die echte Resilienz schafft.

 

Ob die redundanten Anbindungen des Berliner Landesnetzes heute konsequent unterschiedliche Übertragungsmedien nutzen, geht aus der öffentlichen Darstellung des ITDZ leider nicht hervor. Die lange Handlungsunfähigkeit deutet allerdings darauf hin, dass die grundsätzliche Frage nach System-Diversität für mehr Flexibilität von den Behörden noch nicht abschließend in der Krisenkommunikation integriert ist.

Gerne unterstützen wir bei der Planung eines echten Plan B, der im Ernstfall ausgewählte Standorte über eine alternative Infrastruktur weiterhin miteinander kommunizieren lässt.

 

Cybersecurity bedeutet für uns nicht nur Angreifer fernzuhalten, sondern auch im Angriffsfall handlungsfähig zu bleiben.

Hauptsitz der Firma LAN-COM-East in Hoppegarten bei Berlin.

ÜBER LAN-COM-East

LAN-COM-East ist Synonym für ein klassisches Familienunternehmen, das sich auf die Planung, Realisierung und den Betrieb von sicheren, privaten Netzen über Richtfunk konzentriert. 

Mit 20 Mitarbeitern am Standort Hoppegarten in der Nähe Berlins bietet das Unternehmen zuverlässige Lösungen aus einer Hand – inklusive Reparatur und Wartung. Dabei bieten wir unseren Kunden stets komplette Pakete mit RichtfunkplanungNetzplanungRouterplanung, Streckenklärung, Installation und Wartung aus einer Hand.

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