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LAN-COM-East auf dem Forum Berlin des PMev

Wie viele Veranstaltungen braucht es eigentlich?

Haben wir vor lauter Events das Handeln vergessen?

Ein voller Saal, prominente Redner, fachlicher Diskurs und am Ende ein zufriedener LinkedIn-Post: “Tolle Veranstaltung, gerne wieder”. Reicht das? Ist es das, wofür wir heute auf Veranstaltungen gehen? Immer häufiger drängt sich uns genau dieser Eindruck auf. Die Teilnahme am Event erscheint wichtiger als Ergebnisse, viele schlaue Beiträge, kaum Resultate.

Unsere Geschäftsführerin Sabine Nowagk war Mitte Oktober auf drei Veranstaltungen in Berlin unterwegs und erlebte zwischen politischer Prominenz und technischen Fachvorträgen, wie oft sich eine pragmatische Umsetzung hinter einer weiteren Diskussion anstellen musste. Insbesondere im Bereich der Resilienz und vor dem Hintergrund klarer Bedrohungslagen, kommen wir über das Diskutieren häufig nicht hinaus. Wie unterschiedlich dabei Veranstaltungsformate sein können, hat sich in dieser Woche gezeigt.

Deutscher Arbeitgebertag: Große Namen, große Bühne & große …

1.400 Gäste, Bundeskanzler Friedrich Merz, Verteidigungsminister Boris Pistorius und zahlreiche weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft gaben sich bei diesem Event die Klinke in die Hand. Mehr politische Prominenz geht eigentlich nicht, weniger Austausch auch nicht.

Auf Einladung des Zukunftszentrums Brandenburg war auch Sabine mit vor Ort und hatte am Stand des Zukunftszentrums die Gelegenheit, der Parlamentarischen Staatssekretärin Katja Mast von unseren gemeinsamen Erfahrungen zu berichten. Allerdings nur kurz. Sehr kurz. Der eng getaktete Ablauf ließ kaum Zeit für ein ausführlicheres Gespräch und so ging es inhaltlich kaum über Nettigkeiten hinaus. Schade!

 

Auch sonst hätte sich Sabine am Deutschen Arbeitgebertag mehr direkten Austausch gewünscht. 1.400 Gäste, keine Namensschilder, gezielt Kontakte knüpfen vermutlich nicht gewollt. Bedauerlich, denn gerade die Gespräche abseits der großen Bühne machen solche

Veranstaltungen für uns als Unternehmen erst wirklich wertvoll. Das geht besser.

PMeV Forum Berlin: Wie ausfallsicher ist ausfallsicher?

Beim Forum Berlin des Bundesverbands Professioneller Mobilfunk (PMeV) ging es dann fachlich munter zur Sache. Gleich mehrere Vorträge beschäftigten sich zu unserer Freude mit dem Thema private 5G-Campusnetze, darunter Projekte im Hamburger Hafen, bei der Deutschen Bahn in Cottbus und am Wissenschaftsstandort Adlershof.

 

Besonders der Beitrag aus Adlershof war für uns von großem Interesse. Nach einem Stromausfall auf dem Gelände beschäftigt man sich dort nun mit unabhängigen Kommunikationslösungen.In der anschließenden Diskussion hatten wir dann auch die Chance, konkrete Fragen an die örtlichen Verantwortlichen zu stellen. Uns interessierte besonders, wie viele Stunden sie für einen autarken Betrieb in Zukunft vorsehen und wie sie im Ernstfall an den Treibstoff für ihre Notstromaggregate kommen wollen. 

Konkrete Antworten gab es darauf leider nicht. Unverständlich, denn der nächste Blackout kommt bestimmt. Wir helfen gerne weiter.  

 

Es wird immer deutlicher, dass neben dem Anspruch an und der tatsächlichen Vorbereitung auf einen Ernstfall noch eine beträchtliche Lücke klafft. Wir beschäftigen uns täglich mit der Ausfallsicherheit von Kommunikationsnetzen und wissen, dass eine unabhängige Verbindung nur so zuverlässig ist wie die Infrastruktur, die sie am Laufen hält. Dieses wichtige Thema sollte in Adlershof längst konkret in Angriff genommen worden sein. 

 

Abseits der Vorträge gab es dann dank guter Gespräche über mögliche Kooperationen dann noch ein versöhnliches Ende für uns und eine erfreuliche Beobachtung: In der PMeV-Community müssen wir inzwischen kaum noch erklären, wer wir sind und was wir machen. Wir sind: „Die mit dem Richtfunk.“

Smart Country Convention: Hier wurde es für uns endlich konkreter.

Auf der Smart Country Convention war Sabines Terminkalender so voll, dass für die Messe selbst kaum Zeit blieb. Ein gutes Zeichen. 

Schwerpunkt war einmal mehr die Digitalisierung von Städten, Gemeinden und Landkreisen in Brandenburg. Und unser Fokus ganz klar: Wie lässt sich Richtfunk stärker in kommunale IT-Infrastrukturen einbinden und wie können unterschiedliche Übertragungswege so kombiniert werden, dass eine Verbindung auch beim Ausfall einzelner Komponenten bestehen bleibt?

 

Dazu gab es unter anderem einen Austausch mit unseren Freunden von Fortinet über den Einsatz von SD-WAN-Technologie. Besonders erfreulich waren dabei auch die Gespräche mit Unternehmen, die Richtfunk künftig in ihr eigenes Leistungsangebot aufnehmen möchten. Erste Folgetermine stehen bereits.

Was nehmen wir nun aus diesen drei Events mit? 

Nicht alle Veranstaltungen sind gleich, gleich gut, gleich ergebnisorientiert und für uns gleich wertvoll. Gerade bei Themen wie Digitalisierung und Krisenvorsorge fällt uns auf, wie bereitwillig auf diesen Events über neue Konzepte gesprochen wird. Wenn es aber um die praktische Umsetzung geht, bleiben entscheidende Fragen unbeantwortet. Unser subjektives Gefühl bleibt: Diskutieren ist einfacher als Handeln und das wird unserem System zunehmend zum Verhängnis.

Für uns liegt der eigentliche Wert einer Veranstaltung nicht auf der Bühne, den großen Namen und den großen Worten, sondern in dem, was daneben passiert und was danach in Bewegung kommt, bei denen, die es angehen. 

Ein paar Eindrücke dieser Woche.

© Cornelia Jeske

Hauptsitz der Firma LAN-COM-East in Hoppegarten bei Berlin.

ÜBER LAN-COM-East

LAN-COM-East ist Synonym für ein klassisches Familienunternehmen, das sich auf die Planung, Realisierung und den Betrieb von sicheren, privaten Netzen über Richtfunk konzentriert. 

Mit 20 Mitarbeitern am Standort Hoppegarten in der Nähe Berlins bietet das Unternehmen zuverlässige Lösungen aus einer Hand – inklusive Reparatur und Wartung. Dabei bieten wir unseren Kunden stets komplette Pakete mit Richtfunkplanung, Netzplanung, Routerplanung, Streckenklärung, Installation und Wartung aus einer Hand.

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